Cybercrime: Wie gut ist Ihr Unternehmen geschützt?

Die Bedrohung durch Cybercrime nimmt zu. Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PwC, die 6.000 Teilnehmer in 115 Ländern umfasste, waren in den letzten zwei Jahren knapp ein Drittel der befragten Unternehmen von Cybercrime betroffen. Der Mittelstand wird dabei besonders häufig ins Visier genommen. Zeit, das zu ändern, denn Spionage, Datenklau und Sabotage zerstören nicht nur Unternehmenswerte, sie können auch einen Unternehmensverkauf verhindern oder sogar existenzgefährdend sein.

Cybercrime hat viele Gesichter. Bei Handelsunternehmen geht es meist um den Diebstahl von Kundendaten. In der Forschung und Entwicklung hingegen stehen neue Technologien und Forschungsergebnisse im Zentrum des Interesses. Insbesondere für Start-ups, deren Erfolg meist von der Einzigartigkeit einer Idee abhängt, kann Industriespionage zum vorzeitigen Aus führen. Und dann gibt es noch die Bedrohung durch Viren oder andere Formen von digitaler Sabotage, die den Produktionsprozess zum Erliegen bringt. Die zunehmende Vernetzung und der neue Trend zum „Internet der Dinge“ haben Unternehmen anfälliger für digitale Angriffe gemacht.

Cyberangriff kann Unternehmensverkauf verhindern

Seit einigen Jahren rückt Cybersicherheit zunehmend in den Fokus der Due Diligence. Während der Verhandlungen über einen Unternehmensverkauf hat die Geheimhaltung einen besonders hohen Stellenwert. Gelangen Informationen in dieser sensiblen Phase in falsche Hände, kann der Verhandlungspartner unter Umständen Gewährleistungsansprüche geltend machen. Unter Umständen fällt der gesamte Deal ins Wasser. Wer also plant, sein Unternehmen in absehbarer Zukunft zu verkaufen, sollte auf jeden Fall vorher einen Blick auf seine Cybersicherheit werfen.

Aktuelle Software schützt vor Sicherheitslücken

Ein wichtiger Baustein für den Schutz vor Hackern ist ein modernes IT-System. Ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall sollten selbstverständlich sein. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Betriebssysteme, Internetbrowser und andere Programme immer auf dem neuesten Stand sind. Bei den Updates werden nämlich unter anderem auch mögliche Sicherheitslücken geschlossen. Hacker finden zwar immer wieder neue Wege, um in fremde Computer einzubrechen, aber durch regelmäßige Updates sorgen Sie dafür, dass der Vorsprung nicht zu groß wird.

Schwachstelle Mitarbeiter

Technische Lösungen allein, reichen jedoch nicht aus. Die Angreifer wissen, dass die Mitarbeiter die größte Schwachstelle im digitalen Sicherheitsnetz sind. Viele Passwörter sind unzureichend oder werden leicht zugänglich aufbewahrt. Phishing-Emails, getarnt als persönliche Nachrichten, öffnen das System für Kriminelle, wenn sie angeklickt werden. Deshalb ist es notwendig, alle Mitarbeiter für die Gefahren von Cybercrime und die unterschiedlichen Strategien von Hackern zu sensibilisieren.

Versicherungen gegen Cybercrime

Versicherungen haben mittlerweile die steigende Gefahr erkannt und bieten Unternehmen sogenannte Cyberpolicen an. Bevor Firmen eine dieser verhältnismäßig teuren Versicherungen abschließen, lohnt es sich allerdings, bestehende Policen zu überprüfen. Möglicherweise deckt die Haftpflichtversicherung die finanziellen Schäden eines Datenverlusts oder die Sachversicherung den Produktionsausfall durch Sabotage ab. Ist das nicht der Fall, können Sie versuchen, mit dem Versicherer eine entsprechende Erweiterung zu verhandeln.


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Verhandlungstaktiken geschickt parieren

Am Verhandlungstisch sitzen sich immer mindestens zwei Personen gegenüber, die teilweise gegensätzliche Ziele verfolgen. Manche versuchen, mithilfe von Verhandlungstaktiken Ihr Gegenüber aus dem Konzept zu bringen und sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen. Hier stellen wir Ihnen die häufigsten Verhandlungstaktiken vor und zeigen Ihnen, wie Sie die Fallstricke souverän überspringen.
1. Die Angriffstaktik

Ihr Gesprächspartner versucht, Sie zu verunsichern, indem er Sie fachlich angreift und Ihre Leistungen oder Vorschläge kritisiert. Nehmen Sie diesen Angriff nicht persönlich. Wenn die Kritikpunkte nichts mit dem Verhandlungsgegenstand zu tun haben, schlagen Sie vor, diese auf einen anderen Zeitpunkt zu vertagen. Stoßen jedoch Ihre Vorschläge auf Unmut, atmen Sie kurz durch und überlegen Sie, ob die Kritik angemessen ist. Ist sie es nicht, handelt es sich um eine Taktik, die Sie aus der Ruhe bringen soll. Geben Sie Ihrem „Angreifer“ nicht diese Genugtuung. Bieten Sie an, Ihm die Vorschläge nochmals genauer zu erläutern, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen.

2. Die Geringschätzungstaktik

Die etwas weniger aggressive Variante ist, dass Ihr Verhandlungspartner Ihnen mit offensichtlicher Geringschätzung begegnet und sich während der Verhandlung mit vermeintlich wichtigeren Dingen beschäftigt, zum Beispiel permanent E-Mails auf seinem Smartphone beantwortet. Holen Sie ihn ins Gespräch zurück, indem Sie ihn höflich, aber direkt darauf ansprechen oder Ihn fragen, ob er die Verhandlung lieber auf einen passenderen Termin verschieben möchte.

3. Die Freundschaftstaktik

Sie fühlt sich angenehmer an, ist aber dadurch sogar gefährlicher. Durch die vermeintlich freundschaftliche Verbindung werden Sie in Versuchung geführt, größere Zugeständnisse zu machen oder zusätzliche Leistungen quasi als Freundschaftsdienst zu erbringen. Hier sollten Sie einen kühlen Kopf bewahren. Entweder drehen Sie den Spieß um und fordern mit ebenso freundschaftlichen Mitteln eine gleichwertige Gegenleistung, oder Sie ziehen sich auf aktuell fehlende Möglichkeiten oder begrenzte Kompetenzen zurück.

4. Die „Höhere Instanz“-Taktik

Auch Ihr Verhandlungspartner kann natürlich die Position einnehmen, dass er selbst zwar gerne die gewünschten Zugeständnisse machen würde, seine Hände aber durch eine „höhere Instanz“ gebunden seien. In dieser Situation ist Geduld gefragt. Schlagen Sie vor, ein schriftliches Angebot zu schicken oder die Verhandlungen zu unterbrechen und das Gespräch fortzusetzen, wenn der richtige Kompetenzträger mit dabei sein kann.

5. Die Salamitaktik

Hier versucht Ihr Verhandlungspartner, alle Punkte scheibchenweise zu verhandeln. Sein Ziel ist es, durch den fehlenden Überblick in der Summe mehr Konzessionen zu erringen. Lassen Sie sich hier nicht das Steuer aus der Hand nehmen. Sobald Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Gesprächspartner am ersten Verhandlungspunkt festbeißt, schlagen Sie vor, sich zunächst gemeinsam einen Überblick zu verschaffen, um nichts Wichtiges zu übersehen, und erst anschließend die Punkte im Einzelnen zu verhandeln.

6. Die Verschleppungstaktik

Ihr Gesprächspartner zieht die Verhandlung unnötig in die Länge, sodass zum Ende ein künstlicher Zeitdruck entsteht. Hier besteht die Gefahr, dass Sie unüberlegte Entscheidungen treffen und möglicherweise die Tragweite Ihrer Zugeständnisse nicht überblicken. Beugen Sie dieser Situation vor, indem Sie von Anfang an den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen abstecken. Sollte Ihr Gegenüber Sie dennoch, zum Beispiel auf Basis eines plötzlichen Anrufs, zu einer schnellen Entscheidung drängen, lassen Sie sich nicht überrumpeln. Bitten Sie um ein bis zwei Stunden Zeit, um sich das Angebot genauer anzuschauen.


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Mit dem richtigen Personalmanagement den Unternehmenswert steigern

Wer ein Unternehmen kauft, ist in der Regel nicht nur an Produkten und Kunden interessiert. Das wahre Potenzial einer Firma liegt in der Fähigkeit, immer neue zukunftsweisende Ideen zu entwickeln. Und dafür braucht sie qualifiziertes und motiviertes Personal. Im Mittelstand kommt das Personalmanagement jedoch häufig zu kurz. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es bei der langfristigen Personalplanung ankommt.

In mittelständischen Unternehmen ist der Gründer und Inhaber häufig der wichtigste Impulsgeber. Gleichzeitig trägt das Kapital, das im Betrieb steckt, oft den größten Teil zur Altersvorsorge des Geschäftsführers bei. Scheidet er aus, geht der Firma jedoch ihr wichtigster Kopf verloren, was aus Sicht des Käufers eine Wertminderung darstellt. Es liegt also im Interesse des Firmeninhabers, schon frühzeitig wichtige Schlüsselpositionen im Unternehmen mit fähigen Leuten zu besetzen, die den Betrieb auch ohne ihn erfolgreich weiterführen können.

Schritt 1: Talente erkennen

Personalmanagement ist mehr, als einmal im Monat eine Lohn- oder Gehaltsabrechnung zu erstellen. Um Talente zu erkennen, sollten ein- bis zweimal pro Jahr die Leistungen aller Mitarbeiter beurteilt werden. Neben den persönlichen Ergebnisbeiträgen ist es auch wichtig, die sogenannten Soft Skills, wie Teamfähigkeit, Verhandlungsgeschick oder Networking zu bewerten. Um eine möglichst objektive Einschätzung über die Talente und das Entwicklungspotenzial einzelner Arbeitnehmer zu erhalten, sollten mehrere Personen in dem Prozess mitwirken. Dazu gehören ein qualifizierter Personalentwickler, der unmittelbare Vorgesetzte in der jeweiligen Abteilung und – wenn es um die Identifizierung von Nachwuchskräften geht – der Geschäftsführer selbst. Schließlich geht es um die langfristige Besetzung strategisch wichtiger Positionen.

Schritt 2: Talente fördern

Im nächsten Schritt muss ein Entwicklungsplan aufgestellt werden, der talentierten Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, die für die angestrebte Schlüsselposition notwendigen Kompetenzen zu entwickeln. So können zum Beispiel in abgeschlossenen Projekten erste Managementerfahrungen gesammelt werden. Hier sollten die Anwärter jedoch nicht einfach nur ins kalte Wasser geworfen werden. Ideal ist eine Begleitung durch gezielte Coaching-Maßnahmen und regelmäßiges Feedback. Auch Erfahrungen außerhalb des eigenen Kompetenzbereiches sind wichtig. „Kaminkarrieren“, bei denen Nachwuchskräfte nur innerhalb ihrer eigenen Abteilung aufsteigen, sind keine ausreichende Vorbereitung, um irgendwann einmal die Geschicke eines ganzen Geschäftsbereichs oder vielleicht sogar der ganzen Firma zu lenken.


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Österreichs bedeutendste Familienunternehmen

Familienunternehmen bilden die Basis der österreichischen Wirtschaft. Sie machen rund 90 Prozent aller Firmen aus. Sie erwirtschaften 58 Prozent aller Umsätze und beschäftigen rund zwei Drittel aller Erwerbstätigen. Eine Studie der KMU Forschung im Auftrag der WKÖ hat eine Übersicht über die größten Familienunternehmen nach ihrem Umsatz zusammengestellt. Lassen Sie sich davon inspirieren, was eine Familie mit Unternehmergeist alles erreichen kann.
1. Porsche Holding (17,1 Mrd. Euro Umsatz)

Die Porsche Holding ist das größte Autohandelsunternehmen Europas. Der österreichische Konzern wurde 1974 von den Kindern des Autobauers Ferdinand Porsche im Rahmen einer Umstrukturierung gegründet, die unter anderem auch beinhaltete, dass sich die Familienangehörigen aus den operativen Funktionen zurückziehen und als Aufsichtsorgane ein selbstständiges Management überwachen. Das Unternehmen beschäftigt rund 32.000 Mitarbeiter. Die Anteile der Familie wurden 2011 an die Volkswagen AG verkauft.

2. Spar-Gruppe (12,6 Mrd. Euro Umsatz)

Die Idee für die Spar-Gruppe stammt eigentlich aus den Niederlanden, wo sich 1932 selbstständige Groß- und Einzelhändler zu einer freiwilligen Handelskette zusammenschlossen. Der Österreicher Hans. F. Reisch gründete nach diesem Vorbild eine österreichische Handelsvereinigung, der sich bald zahlreiche selbstständige Kaufleute anschlossen. Heute ist Spar Österreich die größte eigenständige Spar-Gesellschaft der Welt und beschäftigt 40.000 Mitarbeiter im ganzen Land.

3. Andritz (6 Mrd. Euro Umsatz)

Der international tätige Technologiekonzern hat seine Wurzeln in einer 1852 gegründeten Eisengießerei. Heute beschäftigt der Anlagenbauer weltweit 25.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist besonders durch Zukäufe stark gewachsen. Schon 1987 wurde die Mehrheit der Anteile an eine Investmentgesellschaft verkauft. Die Privatinvestoren wurden durch einen Börsengang im Jahr 2001 gefolgt von einem „Secondary Placing“ 2003 vollständig abgelöst. 70 Prozent der Anteile befinden sich nun im Streubesitz. Der Rest ist weiterhin in Familienhand.

4. Red Bull (5 Mrd. Euro Umsatz)

Als am 1. April 1987 die erste Dose Red Bull verkauft wurde, war das kein Aprilscherz, sondern der Beginn einer Erfolgsstory. Gründer Dietrich Mateschitz hat die Rezeptur, inspiriert von einem funktionalen Getränk des Fernen Ostens, selbst entwickelt und damit eine ganz neue Getränkekategorie geschaffen. Diese Neuerung kombiniert mit einer für damalige Verhältnisse sensationellen Marketingstrategie, haben das Unternehmen zu dem gemacht, was es heute ist. Mittlerweile beschäftigt Red Bull über 10.000 Mitarbeiter und verleiht in mehr als 169 Ländern Flügel.

5. Novomatic-Gruppe (3,8 Mrd. Euro)

Die 1980 von der Familie Graf gegründete Novomatic-Gruppe betreibt weltweit über 1.600 Spielbanken und Sportwetten-Anbieter und ist auch im Online-Gaming sowie im Vertrieb von Hightech-Gaming-Equipment aktiv. Das Unternehmen beschäftigt etwa 24.000 Mitarbeiter, davon 3.300 in Österreich.


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Lieber getrennt: Immobilienbesitz und Betriebsvermögen

Viele Unternehmer halten nicht nur ihre Produktionsstätte, das Büro oder den Verkaufsraum im Betriebsvermögen, sondern auch solche Immobilien, die gar nicht betrieblich genutzt werden. Dabei machen sich die meisten kaum Gedanken darüber, welche Risiken diese Konstellation birgt und wie sie die Nachfolgeregelung erschwert. Deshalb widmen wir uns in diesem Newsletter dem komplexen Thema Immobilien und beantworten die folgenden Fragen:

1. Warum halten Unternehmer Immobilienbesitz im Betriebsvermögen?
2. Wann gehört eine Immobilie ins Betriebsvermögen?
3. Welche Vor- und Nachteile hat eine Aufnahme ins Betriebsvermögen?
4. Warum erschwert Immobilienbesitz die Nachfolge?
5. Was können Sie tun?

5 Antworten auf den Punkt gebracht

Warum halten Unternehmer Immobilienbesitz im Betriebsvermögen?

Das Betriebsgelände ist wichtiger Bestandteil des Betriebsvermögens. Aber darüber hinaus halten viele Unternehmen Immobilien, die nicht für betriebliche Zwecke genutzt, sondern vermietet werden. Immobilien sind für viele Kapitalanleger eine solide und langfristige Geldanlage. Die regelmäßigen Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung helfen dabei, Umsatzschwankungen im Unternehmen auszugleichen und auch mal eine Durststrecke zu überstehen.

Steuerliche Behandlung war bislang ein wichtiges Entscheidungskriterium

In der Regel ist nicht betrieblich genutzter Immobilienbesitz jedoch Teil der Altersvorsorge für den Geschäftsinhaber; und der Hauptgrund, ihn im eigenen Unternehmen zu halten, war bislang, dass Immobilien im Betriebsvermögen steuerlich anders behandelt werden als im Privatvermögen. Insbesondere bei der Veräußerung gab es bis vor Kurzem gravierende Unterschiede: Privatpersonen mussten von ihrem Veräußerungsgewinn innerhalb einer Spekulationsfrist von zehn Jahren 50 Prozent Steuern abführen. Betriebe konnten hingegen Veräußerungsgewinne mit betrieblichen Ausgaben und Verlusten verrechnen und hatten in der Regel darüber hinaus einen geringeren Steuersatz.

Steuervorteile seit der Steuerreform 2012 aufgehoben

Im Rahmen der Steuerreform von 2012 wurde diese unterschiedliche Behandlung jedoch aufgehoben. Nun werden Veräußerungsgewinne bei Immobilien sowohl im Privat- als auch im Betriebsvermögen gleichmäßig mit 30 Prozent versteuert. Es ist also an der Zeit, die Frage, ob Immobilien ins Betriebsvermögen gehören, neu zu überdenken.

Wann gehört eine Immobilie ins Betriebsvermögen?

Dass das Betriebsgelände, Lagerräume oder Läden Teil des Betriebsvermögens sind, ist unstrittig. Diese im Privatvermögen zu halten, wäre auch fahrlässig, denn schließlich muss der Fortbestand des Unternehmens unabhängig von den privaten Umständen des Geschäftsinhabers gesichert sein. Kein Unternehmer möchte sich in einer Situation wiederfinden, in der er das Betriebsgelände von einem geschiedenen Ehepartner anmieten muss. Und auch im Todesfall des Firmeninhabers kann es fatal sein, wenn sich mehrere Erben über die Verteilung des Vermögens streiten.

Wie können gemischt genutzte Immobilien aufgeteilt werden?

Werden Immobilien gemischt genutzt, ist die Aufteilung in Betriebsvermögen und Privatbesitz schwieriger. Hier kann das Ertragssteuerrecht eine erste Orientierungshilfe bieten. Es ordnet Gebäude, die zu über 80 Prozent betrieblich genutzt werden, voll dem Betriebsvermögen zu. Bei einer betrieblichen Nutzung von unter 20 Prozent verbleibt die Immobilie im Privatvermögen, dazwischen wird sie dem Betriebsvermögen in Höhe des betrieblichen Nutzungsanteils zugerechnet. Bei der Entscheidung über die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse kann dies nur durch eine Aufteilung der Immobilie in zwei oder mehr Miteigentumsanteile erreicht werden. Ob dies im individuellen Fall die sinnvollste Variante ist, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Aufnahme ins Betriebsvermögen?

Ein Vorteil von zusätzlichen Immobilien im Betriebsvermögen ist ihre positive Auswirkung auf die Kreditwürdigkeit, denn sie können Banken und anderen Investoren als Sicherheit angeboten werden. Allerdings bedeutet das auf der anderen Seite, dass die Grundstücke und Gebäude zur Haftungsmasse des Unternehmens gehören. Geht die Firma in Konkurs, werden die Immobilien verwendet, um die Gläubiger auszuzahlen. Investiert der Geschäftsinhaber in die Immobilien im Rahmen seiner Altersvorsorge oder um sich ein zweites Standbein aufzubauen, ist es aus Gründen der Risikostreuung empfehlenswert, diese nicht ins Betriebsvermögen einzubringen, sondern im Privatbesitz zu halten.

Steuerliche Vorteile spielen keine große Rolle mehr

Ob es steuerliche Vorteile bei einer Aufnahme ins Betriebsvermögen gibt, muss im Einzelnen von einem Steuerexperten geprüft werden. Die steuerliche Behandlung sowohl von Immobilien als auch von Unternehmen ist zu komplex, um hier eine allgemeingültige Aussage zu treffen. Mit der Vereinheitlichung der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen im Rahmen der Steuerreform von 2012, auf die wir bereits oben eingegangen sind, ist die Besteuerung als Argument, private Immobilien ins Betriebsvermögen aufzunehmen, jedoch deutlich in den Hintergrund gerückt.

Warum erschwert Immobilienbesitz die Nachfolge?

Der Nachfolger, egal ob er aus der Familie oder dem Unternehmen kommt, ein strategischer Investor oder Finanzinvestor ist, ist in der Regel vor allem an den betrieblichen Einkünften und an den unternehmensrelevanten Vermögensgegenständen interessiert. Bei der Bewertung eines Unternehmens steht deshalb die Frage nach der Solidität und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells im Vordergrund, denn damit will der neue Inhaber sein Geld verdienen.

Nicht betriebsrelevanter Immobilienbesitz erschwert Bewertung

Zusätzliche Einkünfte aus Vermietung lassen das Ergebnis auf den ersten Blick zwar höher erscheinen, und auch das Betriebsvermögen sieht wertvoller aus, aber diese Effekte wird der Nachfolger vor einer Kaufentscheidung herausrechnen. In jedem Fall wird die Unternehmensbewertung durch nicht betriebsrelevante Immobilien komplizierter. Vermietete Immobilien müssen nämlich genau wie Unternehmen individuell bewertet werden. Diese Komplexität kann zu Abschlägen bei der Preisverhandlung führen.

Immobilienverkauf verzögert Übergabe an den Nachfolger

Sollen die Immobilien im Rahmen der Nachfolge verkauft werden, zieht sich der Prozess des Unternehmensverkaufs in die Länge. Die Suche nach Interessenten für die Immobilie und die für die Eigentumsübertragung notwendigen Formalien benötigen viel Zeit. Hinzu kommt, dass ein Verkauf der Immobilien Kosten verursacht und gegebenenfalls Steuern für die Veräußerungsgewinne abgeführt werden müssen.

Was können Sie tun?

Sollten Sie Immobilien in Ihrem Betriebsvermögen halten, die für den Fortbestand des Unternehmens nicht notwendig sind, lohnt es sich über deren langfristigen Verbleib nachzudenken, bevor die Nachfolgeregelung ein Thema wird. Sind diese Immobilien Teil Ihrer Altersvorsorge, empfehlen wir Ihnen, diese mit dem Ziel der Risikostreuung in Ihr Privatvermögen zu übertragen. Eventuelle Veräußerungsgewinne müssen bei einer Übertragung vom Betriebs- ins Privatvermögen nicht versteuert werden. Das passiert erst, wenn die Immobilie an Dritte verkauft wird.

Holen Sie sich Unterstützung von Experten

Ab einem Immobilienbesitz von zwei Millionen Euro lohnt es sich möglicherweise, eine eigene Gesellschaft für das Immobilienvermögen zu gründen. Unsere Experten bei Pallas Capital überprüfen gerne, welche Optionen für Sie infrage kommen und wie sich diese rechtlich und steuerlich auf Ihr Unternehmen und auf Ihr Privatvermögen auswirken. Wir unterstützen Sie auch bei der Suche nach potenziellen Käufern sowie bei der Abwicklung aller notwendigen Transaktionen.


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Mit einem guten Berater wäre das nicht passiert

Ob Thomas Edison oder Mark Zuckerberg – Erfolg ist nicht nur das Ergebnis einer guten Idee, sondern vor allem die Belohnung für eine unerschütterliche Entschlossenheit und die Bereitschaft, auch mal riskante Entscheidungen zu treffen. Wer dabei allerdings kein Gespür dafür hat, wie Erfolg versprechend eine neue Geschäftsidee ist, verliert möglicherweise alles oder verpasst die Chance seines Lebens – wie die Herren, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen. Sie hatten die Möglichkeit, Teil von etwas ganz Großem zu werden, und haben es nicht erkannt. Hätten sie einen guten Berater an ihrer Seite gehabt, wären diese Männer heute vielleicht reich und berühmt.
Walter Hunt – der Erfinder der Sicherheitsnadel

Nadeln zum Verschließen von Kleidungsstücken gibt es bereits seit der Antike. Allerdings sorgten ihre spitzen Enden bei unbedachten Bewegungen häufig für Verletzungen – bis Walter Hunt 1849 die Sicherheitsnadel erfand, bei der die Spitze sicher in einem abgerundeten Ende ruhte. Walter Hunt war ein einfallsreicher Mechaniker, der zahlreiche Erfindungen machte, der es jedoch nie schaffte, selbst den finanziellen Erfolg aus ihnen zu schöpfen. Im Falle der Sicherheitsnadel verkaufte er das Patent für 400 Dollar an einen Freund, dem er Geld schuldete. Anstatt Multimillionär zu werden, starb er 1859 in Armut.

Jacob Davis – der Mann, der die erste Jeans anfertigte

Jacob Davis emigrierte mit etwa 16 Jahren aus Lettland in die USA. Nachdem er 20 Jahre lang im Land umhergereist war und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten hatte, ließ er sich 1870 in Reno (Nevada) als Schneider nieder, wo er unter anderem auch Zelte, Pferdedecken und anderes strapazierfähiges Zubehör herstellte. Auf Anfrage nähte er eine strapazierfähige Hose aus einem zähen Baumwollstoff und verstärkte sie durch Metallnieten. So entstand die erste Jeans. Die Idee wurde schnell von der Konkurrenz aufgegriffen. Da Jacob Davis jedoch selbst nicht die 68 Dollar für eine Patentanmeldung besaß, bat er seinen Stofflieferanten Levi Strauss, das zu tun. Davis wurde dafür im Unternehmen angestellt, um die Überseeproduktion zu koordinieren. So hatte er ein gesichertes Einkommen. Reich und berühmt aber wurde Levi Strauss.

Ron Wayne – der „vergessene“ dritte Mann bei Apple

Ron Wayne gründete 1976 gemeinsam mit Steve Wozniak und Steve Jobs das IT-Unternehmen Apple. Die drei Gründer kannten sich vom gemeinsamen Arbeitgeber Atari. Ron Wayne schrieb den ersten Gesellschaftsvertrag nieder und hielt selbst einen Anteil von zehn Prozent. Nur elf Tage nach der Gründung bekam Wayne jedoch kalte Füße. Er hatte zuvor bereits zweimal Schiffbruch mit einem Unternehmen erlitten und die persönliche Haftung bei der neu gegründeten Gesellschaft war ihm zu hoch. Er verkaufte seine Anteile für insgesamt 2.300 US-Dollar und kehrte zu seinem alten Arbeitgeber zurück. Heute wären sie über 50 Milliarden US-Dollar wert gewesen.

Norbert Venohr – Mitbegründer des Wacken Open-Air-Festivals

Im Jahr 1990 organisierten einige junge Männer in dem kleinen, deutschen Örtchen Wacken ihr eigenes Open-Air-Festival. Zum ersten Heavy-Metal-Konzert kamen 800 Besucher und zahlten zwölf Euro pro Karte. Mittlerweile pilgern jedes Jahr 75.000 Metal-Fans aus aller Welt nach Wacken und die Firma, die die Organisatoren gegründet haben, nimmt jährlich mehr als 15 Millionen Euro ein. Mitbegründer Norbert Venohr hat davon allerdings nichts, denn der Familienvater stieg aus, als das Event immer größer wurde.

Chris Hill-Scott – der SwiftKey-Aussteiger

Chris Hill-Scott ist einer der drei Gründer von Swiftkey. Die drei Cambridge-Studenten hatten das Startup im August 2008 gegründet, um eine lernfähige Tastatur für das Smartphone zu entwickeln. Hill-Scott kündigte jedoch zwei Monate später. Statt lange Arbeitszeiten für wenig Geld in eine ungewisse Geschäftsidee zu investieren, suchte er sich lieber einen sicheren Job mit geregelten Arbeitszeiten bei einer britischen Behörde. Er verkaufte seine Unternehmensanteile an seine beiden Mitgründer für ein Fahrrad. Anfang 2016 kaufte Microsoft die App namens SwiftKey für 250 Millionen US-Dollar. Der Programmierer sagt heute ganz offen, dass der Ausstieg der größte Fehler seines Lebens war.


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Private-Debt-Fonds machen Banken Konkurrenz

Unternehmensübernahmen werden in der Regel mit einer Kombination aus Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Auf der Eigenkapitalseite spielen private Fonds schon lange eine wichtige Rolle. Auf der Fremdkapitalseite ist diese Investorengruppe zumindest in Europa noch relativ neu. Hier erfahren Sie, was es mit Private-Debt-Fonds auf sich hat und warum sie in den letzten Jahren so erfolgreich den deutschsprachigen Raum erobert haben.
Banken haben Marktanteile im Leveraged Finance Bereich verloren

Als Leveraged Finance bezeichnet man die Kreditfinanzierung, die es Private-Equity-Firmen und anderen Investoren ermöglicht, Unternehmen zu kaufen. Bis zur Finanzkrise 2008 wurde der europäische Markt für Leveraged Finance von den Banken dominiert. Mit den verschärften Regulierungsvorschriften haben sich diese jedoch teilweise aus dem Bereich zurückgezogen. Die Finanzaufsicht fordert, dass Kreditinstitute die Risiken auf ihren Bilanzen reduzieren. Dies bekommen vor allem mittelständische Unternehmen zu spüren, denn sie sind oft weniger solide finanziert als Großkonzerne und gelten aufgrund größerer Abhängigkeiten von einzelnen Kunden und Lieferanten als krisenanfälliger.

Nachfrage nach bankenunabhängigen Finanzierungsmöglichkeiten steigt

Diese Lücke haben mittlerweile andere Finanzierungsanbieter ausgefüllt. Dazu gehören Private-Debt-Fonds. Das sind Firmen, die von privaten und institutionellen Anlegern Geld sammeln, um Unternehmen Fremdkapital (englisch: debt) bereitzustellen. Wie groß der Bedarf an bankenunabhängigen Finanzierungen ist, zeigt das rasante Wachstum von Private-Debt-Fonds. Im Jahr 2012 waren im deutschsprachigen Raum kaum zehn Fonds aktiv, 2014 waren es bereits um die 40. Finanzexperten erwarten, dass Private-Debt-Fonds bis Ende des Jahres rund 30 bis 40 Prozent des sogenannten Midmarkets, also der Übernahmefinanzierung mittelständischer Unternehmen, bedienen werden.

Private-Debt-Fonds überzeugen mit Unitranche

Einer der Gründe für den Erfolg von Private-Debt-Fonds liegt in der Unitranche, auf die sich viele in dieser Investorengruppe spezialisiert haben. In der Vergangenheit erfolgte die Finanzierung in der Regel über mehrere Tranchen: eine Senior-Tranche, die häufig über die Abtretung von Vermögensgegenständen besichert war, sowie eine oder mehrere nachrangige Tranchen, die von Investoren mit größerem Risikoappetit gekauft wurden. Diese Senior-Subordinate-Strukturen gibt es zwar weiterhin, sie sind allerdings aufwendig zu arrangieren und funktionieren nur dann gut, wenn sich alle Investoren einig sind. Bei der Unitranche erfolgt die Finanzierung hingegen aus einer Hand. Das erleichtert die Verhandlung und bietet mehr Raum für Flexibilität. Mehr über die Unitranche erfahren Sie in unserem Newsletter „Unitranche – eine für alles“.


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Nachfolgeregelung: Besser zu früh als zu spät

Florian Koschat - Dealmaker

Familienunternehmen sind das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft. Sie produzieren rund 58 Prozent aller betrieblichen Umsätze. Aktuellen Umfragen zufolge will die Hälfte von ihnen den Betrieb bis zum Jahr 2019 an die nächste Generation weitergeben. Allerdings haben bislang nur etwa 22 Prozent einen soliden Plan für die Nachfolgeregelung. Deshalb widmen wir uns einmal mehr diesem wichtigen Thema und beantworten die folgenden Fragen:

1. Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?
2. Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?
3. Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?
4. Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?
5. Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

5 Antworten auf den Punkt gebracht

Warum findet nur die Hälfte aller Familienunternehmen einen Nachfolger?

Das Problem bei vielen Familienunternehmen ist, dass die Inhaber viel zu spät beginnen, sich über die Nachfolge Gedanken zu machen. Bei den meisten österreichischen Firmen ist die Nachfolgeregelung gleichbedeutend mit der Ruhestandsplanung. Die Unternehmer fühlen sich ihrem Betrieb jedoch verbunden und können sich auch jenseits der 60 einen Ausstieg noch nicht vorstellen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Schließlich gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass die Leistungsfähigkeit im Alter nicht unbedingt nachlassen muss. Wenn der Geschäftsführer jedoch plötzlich krankheitsbedingt ausfällt oder gar verstirbt, kommt es ohne einen kompetenten Nachfolger zur Unternehmenskrise.

Vielen Familienbetrieben mangelt es an Zukunftsfähigkeit

Familienfirmen sind oft von einer patriarchalischen Führungsstruktur gekennzeichnet. Der anfängliche Erfolg ist eine Bestätigung für den Gründer. Das macht ihn in den späteren Jahren automatisch weniger empfänglich für neue Ideen. So halten die Betriebe lange an Altbekanntem fest und verpassen den Anschluss an neue Marktentwicklungen. Ein Blick auf Unternehmen, die einen Nachfolger suchen, zeigt: Kaum eines ist innovativ, und viele schrumpfen schon seit Jahren. Das sind keine guten Voraussetzungen, einen Kaufinteressenten zu finden.

Welche Nachfolgelösungen stehen Ihnen zur Verfügung?

Geschäftsführer von Familienunternehmen wünschen sich meist, dass der Betrieb auch nach ihrem Ausstieg in Familienhand bleibt. Aber nicht immer ist Vererben die beste Lösung. Die Erbschaft kann zu Familienzwistigkeiten führen, wenn es beispielsweise mehrere potenzielle Kandidaten für die Nachfolge gibt. Oder den Kindern fehlt das unternehmerische Geschick, was für die Zukunft der Firma fatal ist. In unserem Blogbeitrag „Vererben oder verkaufen?“ haben wir Ihnen bereits die Vor- und Nachteile beider Strategien erläutert.

Es gibt mehrere Verkaufsstrategien, die sich lohnen können

In mehr als der Hälfte der Fälle haben die Geschäftsinhaber ohnehin keine Wahl, denn immer mehr Kinder verfolgen lieber eigene Karriereziele als jahrelang im Schatten der Eltern zu stehen. Wenn ein Verkauf die einzige Möglichkeit ist – wer soll das Unternehmen dann erwerben? Hier gibt es mehrere Alternativen:

• Übernahme durch einen unternehmensinternen Manager (Management-Buy-out)
• Übernahme durch einen externen Manager (Managament-Buy-in)
• Verkauf an einen strategischen Investor (z. B. ein konkurrierendes Unternehmen)
• Verkauf an einen Finanzinvestor

Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Nachfolgeplanung zu beginnen?

Es ist ratsam, die Nachfolge von langer Hand vorzubereiten. Die Übergabe eines Unternehmens ist eine komplexe Angelegenheit, und die Marktbedingungen unterliegen ständigen Veränderungen. Wer einen soliden Plan hat, kann den Ausstiegszeitpunkt und damit auch den Verkaufspreis optimieren. Die Vorbereitung der Nachfolge muss dabei nicht automatisch im Ruhestand enden. Bei einem Teilausstieg verkauft der Geschäftsführer sein Unternehmen ganz oder teilweise, ohne gleich die Verantwortung abzugeben. Das hat den Vorteil, dass der Unternehmer seine finanziellen Rücklagen für den Ruhestand diversifizieren und sich so gegen negative Marktentwicklungen absichern kann.

Langfristige Planung erhöht die Erfolgsaussichten

Ein Unternehmen ist nicht nur eine Produktionsstätte, sondern auch ein soziales Gebilde. Ein potenzieller Käufer interessiert sich vor allem für bestehende Kundenkontakte. Aber auch Lieferantenbeziehungen sowie das Arbeitsklima, die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter sind essenziell für den zukünftigen Erfolg. Zwischenmenschliche Beziehungen baut man nicht über Nacht auf. Deshalb wissen es viele Käufer zu schätzen, wenn der alte Geschäftsführer noch eine Weile an Bord bleibt, während sich der Nachfolger einarbeitet. Vor allem aber bietet eine langfristige Planung die Möglichkeit, sich frühzeitig auf Stärken zu fokussieren und Schwächen abzubauen. So wirkt das Unternehmen bei der Suche eines Nachfolgers attraktiver.

Wie wird Ihr Unternehmen fit für die Nachfolge?

Wie vieles bei der Unternehmensführung beginnt die Nachfolgeregelung mit einem Plan. Der Geschäftsführer sollte sich zuerst überlegen, wie er sich den Ausstieg vorstellt. Dazu gehört auch, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Leben nach dem Ausstieg aussehen soll. Schließlich bestimmt das, wie viele finanzielle Rücklagen benötigt werden. Ausgehend von diesem Ziel können konkrete Maßnahmen in Gang gesetzt werden, um das Unternehmen auf die Nachfolge vorzubereiten. Je länger dabei der Zeithorizont, desto besser. Vielleicht wollen Sie Fuß in einem neuen Markt fassen oder ein unprofitables Geschäftsfeld abstoßen. Der Erfolg solcher Veränderungen ist oft erst nach mehreren Jahren sichtbar.

Die Vorbereitung für die Nachfolge hat viele Dimensionen

Neben der Anpassung der Unternehmensstrategie müssen selbstverständlich auch die formalen Voraussetzungen für die Nachfolge geschaffen werden. Bei inhabergeführten Firmen vermischen sich die private und die betriebliche Sphäre häufig. Sobald Sie beginnen, den Ausstieg aktiv vorzubereiten, sollten Sie hier klare Grenzen ziehen. Besonders langwierig gestaltet sich dies, wenn Wohnsitz und Betriebsgelände eine Einheit bilden. Weitere Faktoren, die Sie bei der Vorbereitung berücksichtigen müssen, sind:

• Sind alle Verträge (Gesellschaftsverträge, Lieferantenverträge, Arbeitsverträge, etc.) rechtwirksam, und was gibt es hier bei der Nachfolge zu beachten?
• Sind Patente und Lizenzen ordnungsgemäß angemeldet?
• Ist die Finanzierung solide und gibt es langfristige Finanzierungszusagen?

Wie finden Sie einen geeigneten Nachfolger?

Die Wirtschaftskammern Österreich (WKO) haben erkannt, wie brisant das Thema Nachfolge für die österreichische Wirtschaft ist, und haben eine Nachfolgebörse eingerichtet. Hier können Unternehmer ihren Betrieb ausschreiben und Käufer nach interessanten Übernahmekandidaten suchen. Allerdings ist der Verkauf einer Firma nicht mit der normalen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens vergleichbar. Viele Firmeninhaber verkaufen nur einmal im Leben ein Unternehmen. Es fehlt ihnen entsprechend an der Erfahrung, einen fairen Unternehmenswert zu ermitteln, von den rechtlichen und steuerlichen Auswirkungen einer solchen Transaktion ganz zu schweigen.

Ein M&A-Berater unterstützt Sie während des gesamten Prozesses

M&A-Berater verfügen über ein weitreichendes Netzwerk, das bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger unentbehrlich ist. Darüber hinaus haben sie auch Kontakte zu Finanzinvestoren, die bei der Finanzierung eines Unternehmenskaufs helfen. Es lohnt sich aber, einen M&A-Berater schon vor der aktiven Suche nach einem Nachfolger einzuschalten. Die Experten für Unternehmenskäufe kennen die Marktlage und können Ihnen dabei behilflich sein, Ihr Unternehmen für einen Verkauf richtig vorzubereiten und dadurch den Kaufpreis zu maximieren.

Wenn auch Sie in den nächsten Jahren einen Nachfolger für Ihr Unternehmen suchen, stehen Ihnen unsere Spezialisten gerne mit Rat und Tat zur Seite. Rufen Sie uns an unter: +43 (1) 3363666


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Fünf Tipps für eine erfolgreiche Teamleitung

In einem gut funktionierenden Team ist das Ganze mehr als die Summe der Einzelteile. Im Unternehmeralltag ist Teamarbeit jedoch häufig auch eine Quelle für Konflikte und Ineffizienzen. Hier erfahren Sie, was Sie als Manager beachten sollten, um die klassischen Fallen der Teamarbeit zu umgehen, und wie Sie Ihre Mitarbeiter dazu bringen, an einem Strang zu ziehen.
1. Gemeinsame Ziele

Ein Team ist keine Gruppe von Einzelkämpfern, die alle nach ihren eigenen Zielen streben. Wenn Mitarbeiter nur individuelle Zielvorgaben erhalten und nach diesen bewertet werden, wird sich kaum jemand bereitfinden, mit anderen Kollegen zusammenzuarbeiten – besonders wenn der Wettbewerb unter den einzelnen Arbeitnehmern hoch ist. Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Teamarbeit ist deshalb ein gemeinsames Ziel.

2. Offene Kommunikation

Eine offene und ehrliche Kommunikation schafft Vertrauen. Nichts untergräbt das Verhältnis zum Teamleiter mehr, als wenn die Mitarbeiter Neuigkeiten über bevorstehende Veränderungen über den „Buschfunk“ erfahren, statt vom Vorgesetzten. Auch innerhalb des Teams sollte niemand Angst haben, seine Meinung zu äußern. Die große Stärke der Teamarbeit liegt schließlich in der Vielfalt der Perspektiven. Eine positive Kommunikationskultur fördert einerseits neue Ideen und reduziert andererseits das Risiko von Fehlentscheidungen.

3. Klare Aufgabenverteilung

Das Wort „Team“ wird manchmal auch hämisch als Abkürzung für „Toll, ein anderer macht’s“ bezeichnet. Um zu verhindern, dass sich einzelne Mitarbeiter auf Kosten anderer ausruhen, ist es notwendig, dass die Aufgaben klar verteilt sind. Jeder muss verstehen, wie seine Arbeit zum Erfolg des gesamten Teams beiträgt. Gleichzeitig sollten Sie aber auch alle Mitarbeiter dazu anhalten, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, um die Zusammenarbeit möglichst reibungslos zu gestalten.

4. Aktives Konfliktmanagement

Wo Menschen zusammenkommen, entstehen auch immer wieder Konflikte. Hier ist es die Aufgabe des Managers zu moderieren und einen Ausgleich zu finden, der für alle Beteiligten zufriedenstellend ist. Oft resultieren Konflikte aus Missverständnissen. Deshalb sollten Sie die Kontrahenten im ersten Schritt an einen Tisch bringen.
Lassen Sie sie abwechselnd ihre Sichtweise berichten, ohne selbst Partei zu ergreifen. Achten Sie darauf, dass beide Seiten gleich viel Redezeit erhalten und dass der Umgangston respektvoll bleibt. Fassen Sie bei längeren Gesprächen zwischendurch das Gesagte zusammen. Ziel ist es, die konkrete Ursache für den Konflikt zu finden. Ermuntern Sie anschließend beide Parteien, Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Je mehr die Mitarbeiter selbst an der Konfliktlösung beteiligt sind, desto besser werden sie zukünftig zusammenarbeiten.

5. Konstruktives Feedback

Jeder Mitarbeiter braucht Feedback, um sich weiterzuentwickeln – das gilt sowohl bei guten als auch bei schlechten Ergebnissen. Ist die Performance eines Mitarbeiters nicht so, wie Sie es sich vorstellen, ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Verschieben Sie negatives Feedback nicht, sondern sprechen Sie schlechte Arbeitsergebnisse zeitnah an. Wichtig ist, dass Sie dabei sachlich bleiben und dem Mitarbeiter Gelegenheit geben, seine Sicht der Dinge zu schildern. Überlegen Sie anschließend gemeinsam, wie sich die Arbeitsergebnisse in Zukunft verbessern lassen. Vielleicht benötigt der Mitarbeiter eine Schulung, oder Prozesse müssen überdacht werden, um einen besseren Arbeitsfluss zu erreichen.


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Resilienz – in sieben Schritten zu größerer Widerstandsfähigkeit

Fehlschläge gehören zum Geschäft wie die Geburt zum Leben. Man könnte sie sogar als Meilensteine des Fortschritts bezeichnen. Thomas Edison hat im Wettbewerb um die Entwicklung einer verbrauchertauglichen Glühlampe angeblich Tausende von Prototypen entwickelt, bis er endlich das richtige Material für die Glühfäden fand. Er hat sich von den Misserfolgen nicht demotivieren lassen, sondern hat aus ihnen gelernt und das erworbene Wissen für neue Experimente eingesetzt. Diese Fähigkeit, Rückschläge einzustecken, wieder aufzustehen und weiterzumachen, nennt man Resilienz.

Kein Leben verläuft ohne Missgeschicke und schwierige Situationen. Sowohl beruflich als auch privat gibt es immer wieder neue Hürden zu überwinden und Rückschläge zu bewältigen. Wie erfolgreich jeder Einzelne damit umgeht, hängt in großem Maße von der eigenen inneren Einstellung ab. Resiliente Menschen stehen Veränderungen positiv gegenüber und versuchen, Probleme als Herausforderungen anzusehen, die sie nach einem oder mehreren Anläufen meistern können, frei nach dem Motto: „Was uns nicht umbringt, macht uns stärker.“
Manche Menschen sind von Natur aus resilient oder haben diese Eigenschaft schon in jungen Jahren erworben. Aber Resilienz lässt sich auch erlernen. Mit diesen Tipps verbessern Sie Ihre Widerstandsfähigkeit und gehen zukünftig positiver mit Fehlschlägen um:

1.Schlafen Sie ausreichend

Schlaf ist der wichtigste Schritt zu einem effektiven Stressabbau. Im Schlaf regenerieren sich Kopf und Körper. Wer ausgeruht ist, ist Herausforderungen besser gewachsen. Viele Ideen und Problemlösungen entstehen über Nacht, wenn das Gehirn im Entspannungsmodus läuft. Oft ist Stress die Ursache für Schlaflosigkeit. Probieren Sie Entspannungstechniken wie Meditation oder autogenes Training.

2.Ernähren Sie sich gesund und treiben Sie Sport

Achten Sie auf Ihre Gesundheit. Körperliche Beschwerden rauben Ihnen Energie, die Sie eigentlich zur Bewältigung Ihrer Herausforderungen brauchen. Sport ist außerdem eine gute Möglichkeit, sich zu entspannen und unterstützt einen guten Schlaf.

3.Analysieren Sie Stresssituationen

Wann immer Sie negative Gedanken verspüren, schreiben Sie auf, was dazu geführt hat. Manchmal hilft schon das Aufschreiben allein, um sich Ärger buchstäblich von der Seele zu schreiben. Wenn Sie über einige Wochen ein Stresstagebuch führen, werden Sie womöglich wiederkehrende Muster erkennen. So können Sie Stressauslöser identifizieren und versuchen, sie auszuschalten.

4.Setzen Sie negative Erfahrungen in die richtige Perspektive

Die eigenen Probleme erscheinen einem immer größer als die der anderen. Genauso ärgert man sich über Fehler und Kritik oft mehr als man sich über Erfolge freut. Wenn Sie aufgeschrieben haben, was Sie ärgert oder mutlos macht, dann treten Sie innerlich einen Schritt zurück und betrachten das große Ganze. Solange Sie Ihr Ziel vor Augen haben und alles grundsätzlich in die richtige Richtung läuft, sollten Sie keine Energie darauf verschwenden, sich über Nichtigkeiten zu ärgern.

5.Lernen Sie, positiv zu denken

Negative Gedanken und Gefühle entstehen oft aus Ängsten. Das Stresstagebuch hilft Ihnen, diesen auf den Grund zu gehen. Überlegen Sie, ob diese Ängste aus rationaler Sicht überhaupt gerechtfertigt sind. Und wenn Sie das Gefühl haben, dass sie es sind, überlegen Sie, ob es Maßnahmen gibt, wie beispielsweise Schulungen, die Ihnen helfen könnten, sich selbstsicherer zu fühlen.

6.Setzen Sie sich realistische Ziele

Ein altes Sprichwort sagt: „Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.“ Natürlich, wer Großes erreichen will, muss sich hohe Ziele stecken. Aber brechen Sie sie anschließend auf kleine Schritte herunter. So erfahren Sie auf Ihrem Weg immer wieder Erfolgserlebnisse, die Sie motivieren.

7.Bauen Sie nachhaltige Beziehungen auf

Studien zeigen, wer seine Beziehungen – im Privatleben, aber auch mit Kollegen und Geschäftspartnern – pflegt, ist in der Regel weniger stressanfällig. Ein starkes Netzwerk bietet Ihnen Unterstützung in schwierigen Situationen. Außerdem fördert der persönliche Erfahrungsaustausch die Selbstreflexion und eröffnet neue Perspektiven, die man selbst vielleicht noch gar nicht wahrgenommen hat.


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