Die Unabhängigkeit eines Unternehmers und seine größere Freiheit, eigene Träume zu verwirklichen, gehen Hand in Hand mit einer beträchtlichen finanziellen Unsicherheit. Das trifft besonders die Altersvorsorge. Hier erfahren Sie, was Selbstständige tun können, um ihren Ruhestand finanziell abzusichern.

Selbst wenn Sie noch am Anfang ihrer unternehmerischen Laufbahn stehen und sich noch nicht vorstellen können, jemals in den Ruhestand zu gehen, ist es ratsam, einige Gedanken auf Ihre Altersvorsorge zu verwenden. Jetzt sind Ihre Projekte vielleicht alles, was Sie sich wünschen, aber in dreißig, vierzig oder fünfzig Jahren spielt vielleicht die Gesundheit nicht mehr so mit oder Sie wollen mehr Zeit mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin verbringen und um die Welt reisen. Je früher Sie beginnen, für Ihren Ruhestand vorzusorgen, desto größer ist am Ende das finanzielle Polster, auf das Sie zurückgreifen können, wenn Sie sich entscheiden, kürzer zu treten. Aber auch wenn das Ende Ihres Arbeitslebens bereits absehbar ist, ist es nicht zu spät, die Altersvorsorge noch ein bisschen zu optimieren.

Gesetzliche Versicherung reicht in der Regel nicht aus

Die gesetzliche Altersvorsorge nimmt in Österreich noch immer einen hohen Stellenwert ein. Auch Unternehmer unterliegen der Sozialversicherungspflicht. Die Entwicklung der Alterspyramide, aufgrund derer immer weniger Berufstätige für immer mehr Pensionisten aufkommen müssen, führt jedoch zu der berechtigten Sorge, ob eine gesetzliche Pension in Zukunft noch ausreicht, um die Bedürfnisse im Alter abzudecken. Hinzu kommt, dass die staatliche Rente für Selbstständige häufig gering ausfällt, weil die Beiträge auf Basis des Jahresüberschusses berechnet werden. Da viele Unternehmer während ihrer Tätigkeit steuerliche Aspekte in den Vordergrund stellen, fällt dieser meist nicht sonderlich hoch aus.

Der eigene Betrieb als Altersvorsorge

Kleine und mittelständische Unternehmer investieren in der Regel jeden freien Euro in die eigene Firma. Dagegen ist im Grunde nichts einzuwenden. Verkauft der Inhaber seinen Betrieb, erhält er die Investitionen hoffentlich zuzüglich einer attraktiven Rendite zurück. Hier liegt jedoch die Krux. Die meisten Unternehmer beginnen viel zu spät, sich über ihren Ausstieg Gedanken zu machen. Um den Unternehmenswert und damit die eigene Altersvorsorge zu maximieren, sollte ein Unternehmensverkauf von langer Hand vorbereitet werden, wie wir bereits hier detaillierter beschrieben haben.

Private Altersvorsorge: Welche Anlageprodukte kommen infrage?

Idealerweise setzen Sie jedoch nicht alles auf eine Karte. Schließlich gibt es keine Garantie, dass ihre Firma langfristig erfolgreich bleibt. Unternehmer sollten daher ihren Ruhestand durch ein drittes Standbein absichern: die private Altersvorsorge. Dafür gibt es verschiedene Investitionsmöglichkeiten:

  • Pensionsversicherung: Diese Vorsorgeform wird zwar steuerlich gefördert, allerdings hält sich die Attraktivität aufgrund der zurzeit sehr geringen Renditen in Grenzen. Hinzu kommt, dass diese Anlage extrem unflexibel ist und sich nicht gut mit schwankenden Einnahmen vereinbaren lässt.
  • Immobilien: Hierunter fällt sowohl eine eigene Wohnimmobilie, durch die die Mietausgaben wegfallen, als auch eine Investmentimmobilie, die, wenn sie vernünftig gemanagt wird, einen regelmäßigen Einkommensstrom abwirft.
  • Aktien: Insbesondere über lange Anlagehorizonte hat sich die Aktie als Investitionsobjekt bewährt. Um die Risiken von Kursschwankungen zu reduzieren, sollte das Aktienportfolio über möglichst viele verschiedene Unternehmen und Branchen gestreut sein. Eine Alternative für kleinere Budgets und Anleger, die sich die Investition in Aktien selbst nicht zutrauen, sind Aktienfonds.
  • Festverzinsliche Geldanlagen: Je näher der Ruhestand rückt, desto wichtiger wird der Sicherheitsaspekt. Zinsprodukte gelten zwar als sicherer im Vergleich zu Aktien, aber auch hier gibt es Einiges zu beachten. Bei Spareinlagen gilt zurzeit europaweit eine Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Sparer und Bank. Anleihen und andere festverzinsliche Wertpapiere fallen nicht unter die Einlagensicherung. Ihr Ausfallrisiko wird durch unabhängige Ratingagenturen bewertet. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, investiert nur in sogenannte Investmentgrade-Anleihen. In Österreich sind auch Wohnbauanleihen eine attraktive Anlagemöglichkeit, da diese steuerlich gefördert werden.

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